Also ich habe mich jetzt kundig gemacht. Das B1 ist eigentlich ein Instrumentenmikro und für Sprache/Gesang deswegen nur bedingt tauglich (bei eingeschaltetem Poppfilter). Das schreibt der Hersteller in seiner Produktbeschreibung und man erkennt es am Frequenzgang. In Polardiagramm kann man sehen, dass die Dämpfung von Hintergrundgeräuschen nur bei sehr hohen Frequenzen wirklich gut ist.
Bei Sprach/Gesangsmikros beginnt der Übertragungsbereich erst bei ca. 50 Hertz, damit werden Rumpel- und Poppgeräusche unterdrückt. Es gibt zwar auch Kondensator-Gesangsmikrofone, aber im Live-Einsatz werden immer noch überwiegend dynamische Mikrofone verwendet.
Diese Mikros klingen etwas "wärmer" als Kondensatormikros, die auch gnadenlos jedes Atemgeräusch und Zungenschnalzen (oder Lüftergeräusch *gg*) mit aufnehmen, ausserdem sind sie robuster.
Studio-Mikrofone sind für dich wegen der Nebengeräusche nicht günstig, nachträgliches Filtern kann nur eine Notlösung sein, besser wäre es eine Abschirmung aus schallschluckendem Material zu bauen.
Bevor du dich entschliesst ein neues Mikro zu kaufen, solltest du es auf jeden Fall ausprobieren!
Mit einem dynamischen Mikrofon mit Nieren-Richtcharakeristik kannst du nichts verkehrt machen, solange nur der richtige Stecker (XLR) dran ist.
Wenn es nur für Sprachaufnamen gebraucht wird, sollte ein preiswertes Modell reichen.
Mein Mikro (Beyerdynamic M 69 N(C), ich habs günstig gebraucht gekauft):
http://www.polaraudio.co.uk/datasheets/m69.pdf
Vlg Pyro